yogis ultralaufblog 

Kein Triahtlon in 2011

Geschrieben in Allgemein von yogi Sonntag August 28, 2011

… das ist leider so bei mir in diesem Jahr. Dafür war ich viel zu wenig auf dem Rad, schwimmen gerade mal einmal. Dazu kommt das meine Form im Laufen auch stark zu wünschen lässt. Aber was solls. Wenn ich mal das ganze Jahr betrachte, dann kann ich nur sagen: das war nicht mein Jahr. Einzig die Entwicklung meines ganz persönlichen Lebensbereichs ist unterm Strich als gut zu betrachten. Während ich am Anfang des Jahres noch absolut in einem richtigem Tief hing, kann ich jetzt nur sagen: die meisten meiner geplanten Aufgaben sind erledigt oder fast erledigt. Am Anfang des Jahres war kein Licht am Ende des Tunnels zu sehen, jetzt ist es groß wie ein Scheunentor. Ok, ich arbeite momentan sehr viel, laufe wenig, habe viel Stress, aber es gibt zwischendurch diese Momente, die alles ausgleichen und den Akku ganz schnell laden. Alle Projekte gehen irgendwie voran.

Und auch meine emotionale Seite kommt momentan nicht zu kurz. Wie sagt man so schön: alles wird gut. Details gibt es nur im persönlichen Gespräch ;-)

Und ich hoffe hier gibt es dann demnächst auch wieder mehr übers Laufen zu lesen anstatt Gejammer, das ist nicht meine Art. Ich spüre wie der Optimismus in mir wieder Oberhand gewinnt, auch sprechen die Erfahrungen der letzten Monate absolut dafür diesen zu behalten.
Und jetzt noch ein Tipp (aus meiner momentanen Lebenserfahrung): man(n) könnte denken es ist uncool Gefühle zu zeigen, es wäre eine Art von Schwäche. Aber wenn man(n) es dann doch macht, wird diese nicht ausgenutzt sondern man erfährt nur Gutes, erfährt viel Unterstützung und man wird aufgefangen. Also öffnet eure Herzen, es lohnt sich.

In diesem Sinne: noch viele schöne Rest-Sommer-Tage und schöne Wettkämpfe!

Der 111. wird gefeiert :-)

Geschrieben in Allgemein von yogi Samstag Juli 30, 2011

Ja, ich lebe noch. Viel Arbeit, viel Stress, aber dafür innerlich relativ ruhig. Die emotionalen Wogen vom Anfang des Jahres legen sich langsam und (fast) alles geht in die richtige Richtung. Aber das Leben ist halt kein Ponyhof. Ok, die letzten beiden Läufe waren nicht so genial. Beim 12h-Lauf haben mir die Antibiotika einen Strich durch die Rechnung gemacht und in Breitscheid war ich einfach viel zu müde und schlecht trainiert. Trotzdem hat es Spaß gemacht und das ist das wichtigste.

Ja und so langsam kommt die Lust mal wieder was zu tun, muß nur noch die Zeit dazu finden. Aber damit ich mal ein wenig Druck habe, habe ich mich in Monschau und in Münster angemeldet. Beim CTW bin ich ja gemeldet, ich müßte nur mal radeln und schwimmen, sonst wird es richtig hart. Aber egal, hab ja auch schon andere Dinge hinbekommen.

Und da meine Planung ja jetzt langsam mal weiter geht und ich den 100. Marathon nicht so richtig gefeiert habe, werde ich das beim 111. irgendwie nachholen. Wenn ich jetzt richtig gezählt habe ist das noch dieses Jahr. Habt ihr ein paar Ideen? Vorschläge? Immer her damit.

Und ansonsten: LIFE IS RUNNING ;-)

Life is Running

Geschrieben in Allgemein von yogi Mittwoch Juli 6, 2011

die Überschrift trifft es in vielen Bereichen. Erstens geht das Leben immer weiter, schwere Zeiten werden überwunden und es kommen bessere. Menschen treten in dein Leben und verschwinden wieder. Manche hinterlassen einen schönen Eindruck und man vermisst sie dann, manche weniger. Thats Live.
Auch trifft die Aussage auf meine neue Aufgabe zu und das ist auch schön. Ich hab nette Kollegen, eine anspruchsvolle Aufgabe, kann noch vieles hinzulernen, es geht mir gut. Das Leben ist im Fluss -> Life ist Running.
Und das wichtigste: im Laufen finde ich die Kraft, die Entspannung, den Reset-Knopf fürs Leben, die Akkus werden dabei wieder gefüllt. Ich freu mich schon auf meinen nächsten Lauf, egal ob Training oder Wettkampf, es wird Spaß machen und ich werd es geniessen.
Und ich freu mich auf den Fluss des Lebens, der immer wieder Überraschungen bereit hält, auf neue spannende Menschen, die mein Leben bereichen. Und aus Erfahrung weiß ich: es gibt noch viel (kennen) zu lernen und das ist schön.

In diesem Sinne: positives Denken zahlt sich letztendlich immer aus :-) .

Wir sehen uns beim Lauf.

TorToürchen 2011

Geschrieben in Allgemein von yogi Montag Juni 13, 2011

aber nur als Radbegleiter und als Radtraining :-)
Um 4:00 Uhr schellte der Wecker am Samstag morgen :-( Viel zu früh. Der Hänger war schon gepackt und alles andere lag bereit. Um 5:00 Uhr ging es dann los zum RheinOrange. Mit den ganzen Flaschen im Hänger (6*1,5 Wasser und 7*1,25 Cola) hat der schon ein gewisse Eigendynamik und lenkt ein wenig mit. Aber bei 25km/h liegt er ruhig auf der Strasse ;-). Die Strassen leer, so war die Anreise einfach. Aber dann, kurz hinter Verteilerkreis in Duisburg ca. 1km vor dem RheinOrange ein Platten. Und dann noch hinten! Hänger abhängen, Hinterrad raus und flicken. Sowas brauch ich nicht um dies Uhrzeit und nicht zum Start eines solchen langen Tages. Nach ewig gefühlten 30 min war alles erledigt und es ging zum Start, aber da kamen mir die Läufer schon entgegen. Sie hatten aber auch ein wenig Verspätung. Kurz noch ein paar Flaschen umgeladen, Proviant eingepackt und dann hinterher. Am Abzweig in Richtung Ruhrwiesen hatte ich sie schon wieder ein. Jetzt war ich entspannter. Die Truppe noch komlett zusammen, eigentlich ein Riesenhaufen :-)
Auch die Sonne kam langsam raus :-) Die nächsten Stunden wurden mit radeln, quatschen, blödeln, essen, trinken, schweigen usw. recht schnell rumgehen. Es gibt immer was zu sehen auch wenn man wie ich den Weg schon auswendig kennt. Wir wurden auch auf die TorTourdeRuhr-T-Shirts angesprochen. Wenn die Leute soviele davon sehen :-) bleibt das nicht aus. Kurz vor Kettwig teilte sich die Gruppe dann in zwei Tempi auf. Ich blieb hinten, so war es im Vorfeld schon mit Jens abgesprochen. Einerseits kenn ich den Weg auswendig, so wird sich keiner verlaufen, anderseits hatte ich auch zu trinken und zu essen im Trailer/Anhänger. Konnte also nix passieren.
So gingen Stund um Stund, KM um KM um und wir kamen vorwärts. Leider fing es in Hattingen an zu schütten, so das wir nochmal richtig nass wurden. Aber das trocknete in den nächsten Stunden auch wieder ab. Am Kemnader See war ein Fest mit vielen Leuten und die Fahrt mit der Fähre dahinter eine willkommene Abwechslung. Ab da war es auch nicht mehr weit bis zum Ziel. Für mich vorher nochmal eine Hürde: der Anstieg vor Wengern mit dem Hänger. Da wurden die Oberschenkel nochmal warm aber durchfahren ging ganz gut. Nur die blöden Bodenwellen stören beim Hochfahren (auch beim Runterfahren). Wer hat sich so einen Bödsinn ausgedacht? Danach ist die Strecke ja recht flach und man muß nur durch Wetter und dann am Harkortsee vorbei. Um kurz nach 21:00 Uhr waren wir dort und alle gesund im Ziel.

Schnell noch 2 Würstchen futtern und dann zurück durch die Nacht. Bis jetzt hatte ich 116km auf dem Tacho, es würden nochmal grob 70 hinzukommen. Es lief recht gut. Am Kemnader See war es dann recht voll, aber dafür hatte ich das Feuerwerk direkt vor der Nase :-) Dahinter wurde es leerer. Bis Hattingen lief alles recht super. Tempo zwischen 20 und 25, nicht zu kalt, alles ok. Dann fing es wieder an zu blitzen und zu regnen. Diesmal stellte ich mich unter so kurz vor Mitternacht. Denn die Sonne würde mich jetzt ja nicht mehr trocknen. Es dauerte auch eine Weile bis der Regen nachlies. Dafür war es danach total windstill. Und dann lief es auch wieder. Nur die Radlampe rutschte durch die Feuchtigkeit und die Schlaglöcher immer wieder, das war nervig. Aber Regen kam keiner mehr.

Eine Hürde hatte ich noch vor mir. Bei KM 165 bei der zornigen Ameise muß ich die Trasse zur Gruga hoch. Die KM, die lange Zeit im Sattel und der Hänger würden mich bremsen. Hinzu kam noch der aufgeweichte Schotter, der auch noch bremste :-( Aber es ging. Oben in Rüttenscheid war dann auch noch das Rü-Fest in vollem Gange. Es roch nach Bier und Alkohol, Waffeln und Essen. Einfach weiter, denn ab hier geht die Trasse bergab :-) Nur noch zwei Steigungen in Schönebeck dann geht es nur runter nach OB. Um 1:40 war ich zu Hause. Fast eine Stunde länger als geplant. Noch alles verstauen, die nassen und dreckigen Sachen aus. Nochmal heiß duschen und dann ins Bett.

Am Ende standen 182km mit Hänger auf dem Tacho, rund 21h im Sattel. Aber dem Popo ging es gut. Und morgen früh würde ich dann nochmal locker ausradeln ohne Hänger.

Fazit: ein schöner langer Tag, fast wie Urlaub. Und die Fahrt durch die Nacht: strange und unbeschreiblich. Muß man erlebt haben und das werde ich wieder machen.

Und irgendwann kommt die Double-TTdR mit dem Rad (und Hänger?). Auschließen kann man das nicht ;-)

Rhein-Ruhr-Marathon Duisburg 2011

Geschrieben in Allgemein von yogi Montag Mai 30, 2011

… oder die Freuden des Pacemakers :-)

Aber erstmal muß ich weiter ausholen: am 06.06.2004 bin ich hier den ersten Marathon gelaufen und daher habe ich einen besonderen Bezug zu Duisburg. In den letzten beiden Jahren bin ich schon als BruZl für 5:00h unterwegs gewesen. So langsam zu laufen fällt mir schon schwer. Diesmal kam dann noch Rücken eine Woche vorher hinzu und der erste Teil des Jahres war ja für mich persönlich auch nicht so gut. Viele mentale Tiefs, aber das Leben geht weiter. Rücken hat sich dann am Montag vor dem Marathon langsam eingelenkt. Die Woche war somit mit Schwimmen, Laufen und Radeln schön zu. Und ein persönliches Highlight am Donnerstag.

In 2011 sollte es der 10. Marathon werde und der 102. gesamt. Ist schon verrückt. Aber hier wo alles begann, hab ich auch den Spaß wieder gefunden. Diesmal hatten wir viele Begleiter: Erstmarathonis, Wiederholungstäter und erfahrene Hasen. Die Gruppe blieb sehr lange groß, viele haben wir nicht verloren (das ist leider so) und um jeden Erstmarathoni gekämpft. Es macht Spaß den Läufern auf den letzten KM noch mal gute Gedanken zu machen. Mit den richtigen Worten Bilder in den Kopf zu setzen. Meistens kann man dann sehen wie die Mundwinkel nach oben geht, das Tempo wieder leicht anzieht. Spätestens im Ziel weiß man warum man gelaufen ist. Diesmal haben sich einige Läufer auf den letzten KM nach vorne abgesetzt! Wie geil ist das denn? Mein persönlicher Ehrgeiz ist ja immer so knapp wie möglich rein zu kommen, noch den letzten unter die (Netto-)Ziel-Zeit zu bringen. Mit 21sec drunter passte das ja auch wieder. Aber diesmal hat es irgendwie totalen Spaß gemacht. Und das lag auch an unseren netten Mitläufern, die uns vor allem im Ziel so viel Freude bereitet haben. Einer Dame konnten man die Emotionen so ansehen. Sie hat geschrien vor Freude im Ziel. Ich hatte eine Gänsehaut nach der Umarmung. Das sind die Momente an denen man wieder erlebt was der Mythos Marathon ist. Das ist geil, das macht Spaß, das ist Motivation für die nächsten Läufe. Wenn man so viele Marathonläufe macht, dann vergisst man das schon mal. Jetzt ist es wieder da, Danke dafür!