yogis ultralaufblog 

Die Vorgeschichte

Geschrieben von yogi Samstag November 11, 2006

Wo fängt man an?

Februar 1998: ca. 99 kg auf 180 cm Baujahr 7/65. Will ins Fitnessstudio um was zu tun, falle durch den Fitnesscheck wegen Bluthochdruck. Was macht mein Arzt: verschreibt mir Beta-Blocker.Habe das Gefühl die machen mich träge, trainiere ein paar Monate, hör dann auf und werde noch schwerer. Diese Tabletten lassen mir keine Ruhe: Aussage des Arztes in 80% der Fälle kennt man die Ursache des Hochdrucks nicht, verschreibt aber Tabletten dagegen. Ist für mich genauso logisch wie z.B. wenn ich jeden Abend viel Alkohol trinken würde, am nächsten Morgen Kopfschmerzen hätte und dann regelmäßig Aspirin nehmen würde anstatt den Alkohol weg zu lassen.

Die Suche nach Alternativen geht weiter: finde im Internet einen Arzt der sagt, es geht auch ohne Tabletten, nur durch eine vernünftige Ernährung. Bestelle mir das Büchlein, warte aber ein wenig bevor ich mit dem Lesen beginne. Man weiß ja was kommt oder ahnt es.

November 2002: ca. 120 kg Das Buch ist gelesen und jetzt gehts los. Die Ernährung ist gesund und macht mehr als satt. Innerhalb von 14 Tagen kann ich meine Tabletten absetzen, der Blutdruck wird immer besser, das Gewicht ist im freien Fall. In den ersten zwei Monaten sind gut 17 Kilo weg, es geht aber weiter. Esse Berge an Gemüse und Salaten, das Gewicht fällt weiter. Nachdem ich die Tabletten weggelassen habe, ist dieses träge Gefühl weg. Ich bewege mich viel mehr und fühle mich dabei sauwohl. Fange an mit Fahrrad fahren. Am Anfang Februar 2003 waren 40 km eine Qälerei, im August waren nach 175 km noch genügend Reserven. Bin insgesamt in 2003 über 3000 km Fahrrad gefahren, alleine im August über 1000. So viel bin ich glaube ich mein ganzes Leben noch nicht gefahren. Damit die Kondition nicht verloren geht melde ich mich Ende September 2003 wieder im Fitnessstudio an. Wollte regelmäßig auf den Crosstrainer gehen, hab ich auch gemacht 5x die Woche. Ende Oktober überredet mich mein Nachbar (trainiert auch ab und an dort) doch mal aufs Laufband zu gehen. Jetzt fängt alles an.

November 2003: Bei den ersten Läufen hab ich echt an meiner Kondition gezweifelt. Laufen und Radfahren sind doch zwei verschiedene Dinge. Trotzdem laufe ich nach zwei Wochen meinen ersten Halbmarathon auf dem Laufband, aber Laufband ist langweilig, draußen ist schöner. Komme schnell auf 50-60 km pro Woche und laufe Silvester 2003 meine ersten 29 km am Stück. Na da könnte man doch auch Marathon laufen, denke ich. Also melde ich mich zum Rhein-Ruhr-Marathon(6.6) an.
Ziel: ankommen und unter 5 Stunden bleiben. Ergebnis: 4:54:19 na super! Habe nach dem Lauf keinen Muskelkater, ein wenig schwere Knochen, aber sonst gings mir gut. Vorbereitungskilometer ca. 900. Kann in der Woche nach dem Marathon schon wieder laufen und bleibe bei 65 km pro Woche.

Die weitereren Läufe und Aktivitäten findet ihr dann hier im Blog. Und es geht immer weiter …