24h-Lauf Gladbeck läuft!
Tja wo fang ich an? Ich war morgens schon da und hab mit Thorsten und weiteren Volunteers den Schachtzeichen-Ballon aufgebaut. Und danach mein Pavillion. Hab mir mit Regina nochmal die Örtlichkeiten angeschaut und bin dann wieder nach Hause. Gegen 16:00 Uhr war ich dann wieder vor Ort und hab den Rest aufgestellt und mich noch ein wenig bei den Künstlern umgeschaut. Gegen 17:00 Uhr wurde es dann auch Läufermässig voller.
Um kurz nach 18:00 Uhr fiel der Startschuß und eine ganze Menge Leute liefen los. Ich mußte/sollte mit Regina vorne weg laufen. Die ging dann nach eine Runde raus und ich war alleine vorne. Ich hatte extra den Forerunner um wegen Tempokontrolle, trotzdem war ich recht fix. Nach der dritten oder vierten Runde gesellte sich Bernadette (Gladbecks Sportlerin des Jahres) zu mir und zog ein wenig das Tempo an (der Schnitt ging nach 5:20). Aber es war nicht zu schnell zum quatschen. Bis ca. KM 20 hab ich diesen Schnitt beigehalten und danach deutlich rausgenommen (zwischen 5:50 und 6:10) aber eigentlich immer noch zu schnell. Zu dem Zeitpunkt hat mich auch Darius von Adler Langlauf begeleitet und wir liefen bis ca. 2:00 Uhr zusammen. Da hatte Darius die 70km und die geplanten 8h voll und ging nach Hause. Ab da hatte ich die gesamte Strecke für mich.
Nach 9h hatte ich schon 79km weg und es lief gut. Durch die Rundenzählung mit Chips (10 Stück = 3,93km) hatte ich automatisch einen Rhythmus in die Geschichte bekommen. 10 Runden laufen, kurz setzen und trinken essen oder ggf. umziehen und wieder weiter. Selbst in der Nacht pendelte sich manchmal das Tempo bei 5:40 ein. Das war ok. Aber die Nacht wurde kälter und so mußte ich mir immer mehr Sachen überziehen. Hatte ja genug dabei, auch zu Essen. Die Pausen in der Nacht wurden kürzer weils kalt war und ich beim sitzen zu frieren begann. Langsam sehnte ich auch den Morgen herbei mit Sonne und Wärme. Auch freute ich mich auf den von Regina versprochenen Kaffee um 7 Uhr.
Der Sonnenaufgang, schöner bläulicher Himmel hinter der Maschinenhalle, der leuchtende Schachtzeichen-Ballon dazu “Brothers in Arms” von Dire Straits auf den Ohren: dieser Moment war meiner und sonst hat ihn keiner genossen. Das war schon genial. Um kurz vor 6 Uhr nach 11:45h hatte ich die 100km voll. Sehr schön, meine 2.schnellste 100km Zeit und das mit den ganzen Pausen. Danach bin ich erst mal ein paar Runden gegangen und freute mich auf den Kaffee. Der kam auch pünktlich um 7 Uhr. Eine halbe Stunde vorher waren auch schon wieder die ersten Läufer auf der Strecke und es kam wieder Leben auf. Aber das einsame Laufen in der Nacht war garnicht so schlecht. Training eben. Dann hab ich erst mal in Ruhe Kaffee getrunken, mit Regina gequatscht und auf die Brötchen gewartet. Und natürlich in der Sonne aufgewärmt.
Gegen 9:00 Uhr kam Seggy von www.Seggy.net und wir haben ein wenig gequatscht und ein wenig gefilmt. Das war ganz nett. Er hat auch noch weitere Bilder und Videos rund um die Veranstaltung gemacht. Sind sehr schön geworden. Danke Seggy! Nach dieser recht langen Pause gings dann auch wieder auf die Strecke, aber man merkte schon es wird warm. Und das wurde es. GottseiDank hat Regina eine Schüssel mit Wasser vorbei gebracht, da haben wir uns dann gekühlt. In den Morgenstunden lief auch Christina (wir sehen uns nächste Woche in Düsseldorf) und Jörn, ab 10:00 Uhr auch Betty (wir sehen uns auch nächste Woche in Düsseldorf). So war ich die letzten Stunden nicht mehr alleine.
Bei KM 126 etwa stellte ich aber fest, das mein linken Knöchel geschwollen war. Ich hatte aber bei KM 55 oder so schon kurz einen Schmerz im linken Fuss verspürt, der kam und ging wieder weg. Daher hab ich dem keine weitere Beachtung geschenkt. Aber anscheinend hätte ich wohl doch mal nachschauen sollen. So hab ich dann meine PLäne geändert und nur 130km also 331 Runden gemacht. Als Training reicht das ja auch und als längste Laufstrecke während der Veranstaltung auch. Jetzt hoff ich doch mal das der Fuss/Knöchel bald abschwillt und bis zum Düsseldorf Marathon alles wieder in Ordnung ist.
Jetzt mal zu meinen ursprünglichen Planungen: es sollten etwas mehr als 170KM werden und das wär auch gegangen, dafür hätte ich nur am Ball bleiben müssen. Die Kälte in der Nacht ist nichts für mich, unter 10 Grad auf langen Strecken liegen mir nicht. Auf jeden Fall habe ich wertvolle Erfahrung für die TorTourdeRuhr gemacht und auch sonst war die Veranstaltung recht kurzweilig.
Bilder gibts (bald) unter http://www.Gladbeck-laeuft.de
Einen Bericht unter: http://www.derwesten.de/staedte/gladbeck/Runde-um-Runde-id2899740.html
und noch ein Bericht: http://www.derwesten.de/staedte/gladbeck/Und-laeuft-und-laeuft-und-laeuft-id2897511.html
weitere Bilder: http://www.derwesten.de/staedte/gladbeck/Schachtzeichenlauf-id2900555.html









