Kurz vor dem Lauf merkte ich tatsächlich eine gewisse Nervosität, Tss. Aber angekündigt wird auch gemacht. Die Nacht sternenklar, die Temperatur zum Start um 23:00 Uhr so um die 7° C. So weit ok. Der Rucksack mit Handschuhen, Mütze, Buff und natürlich Taschenlampen udn Ersatzbatterien. Und das wichtigste: ca. 3,3ltr zu Trinken. Nah und gut würde ja wohl nicht auf sein und Kioske ebenfalls nicht mehr. Kurz vor 11 war ich dann bei Haus Ripshorst und der Parkplatz geschlossen, so das Birger und Runnersfreund ein wenig weiter parken mußte. Wir sind dann auch direkt in die Nacht los
Irgendwie ein irres Gefühl und anderseits völlig verrückt :-). Trotzdem machte es irgendwie Spaß. Aber etwas war anders als auf den Runden sonst (klar es war dunkel, aber das meine ich nicht). Das Gewicht im Rucksack ließ einen nicht richtig locker laufen. Es wurde nicht so richtig rund. Die Leichtigkeit die ich sonst von langen Läufen gewohnt bin stellte sich nicht ein. Den beiden anderen gings nicht anders. Irgenwie hatte man das Gefühl schlapp zu sein. Was so ein Zusatzgeicht doch ausmacht. Da merkt man erst warum es sich lohnt abzunehmen
Aber was solls, wir sind ja trotzdem gelaufen und wollten ja nur ankommen.
Es war sehr erstaunlich wie unterschiedlich die Temperaturen auf der Strecke waren. Zum Teil war fast Nachtfrost (im Norden in den Wäldern) zum Teil wars richtig angenehm (in der Stadt). Viele Menschen sind uns unterwegs nicht begegnet, komisch ;-). Bei den Passagen im Wald mußte man schon richtig aufpassen, da wars stockdunkel und die Wege sind ja z.Tl. sehr matschig. Aber nichts ist passiert. Die Asphaltstrecken dagegen waren dann sehr angenehm zu laufen. Die Eindrücke der schlafenden Stadt, der leuchtenden Ruhrchemie, des beleuchteten Schloß Vondern, die absolute Dunkelheit im Wald, die Käuzchen oder Uhus, die durch die Nacht rufen, all das hat schon was. Ich kenn die Strecke ja mittlerweile auswendig (was in der Nacht auch gut ist), aber nachts sieht die ganz anders aus. Wer schon in Biel gelaufen ist, der kennt diese Nachteindrücke, wobei diese Strecke dunkler als in Biel ist, wahrscheinlich auch wegen der fehlenden anderen Teilnehmer.
Wir haben uns gut unterhalten, zwischendurch kilometerlang geschwiegen, eine gute Harmonie, sehr kurzweilig und schön. Das werd ich sicherlich nochmal machen bzw. anbieten. Mitläufer sind gerne gesehen. Leider haben die unebenen Wege ein wenig Birgers Knie geschadet und er enstchloß sich bei der Schleuße OB den direkten Weg zum Haus Ripshorst entlang des Kanals zu gehen. Aber auch weil er ein paar Stunden später noch bei Jens ne Runde laufen wollte. So bin ich mit Runnersfreund (wie heißt du eigentlich richtig, auch für die Hall of Fame) den restlichen Weg alleine gelaufen. Und wir wurden zum Ende auch noch schneller, obwohl das einschätzen der Geschwindigkeit in der Nacht und auch mit dem Rucksack völlig daneben liegt. Auch die letzten KM gingen so schnell über die Bühne und nach etwas unter 6:30h waren wir wieder da. Dies zum Thema Einschätzung, das war dann in der Nacht die 2. schnellste Runde. Gefühlt die langsamste und das nur wegen dem Rucksack. Ich merke meine Beine heute schon ein wenig, aber ich denke im Laufe der Woche wird sich der Trainingseffekt einstellen und ich kann dann beim KulturRun meine geplanten 150km machen. Wenns gut läuft und ich auch die Zeit ggf. auch ein wenig mehr. Aber dafür muß ich dann die nächsten Tage ein wenig die Füße stillhalten. Was nicht heißen soll, das ich garnicht laufe. Ich frreu mich drauf.
Ein Woche später dreh ich dann meine Runden in Gladbeck für http://www.Gladbeck-laeuft.de. Dort hab ich ja auch so um die 150km (+X) geplant, aber kann ich dann wirklich einfach nur laufen.