Honigkuchenmann-Marathon 2007
Zum dritten Mal bin ich hier gestartet.
Die Vorbereitung der letzten Wochen war eigentlich bescheiden. Seit dem Bottroper 50er bin ich ja kein WK mehr gelaufen und die Wochen-KM waren zum Teil auch bescheiden. Ich bin diese Woche mit 60km vor dem M auch eigentlich zuviel gelaufen. Eigentlich: das Ergebnis sagt anderes. Ich konnte meine persönliche Bestzeit verbesssern, zwar nur um ein paar Sekunden, aber unter den Bedingungen hervorragend: 4:05:02 bzw. brutto 4:05:35.
Und so konstant wie hier bin ich noch nie zuvor gelaufen, 2:00 und 2:05. Und selten gings mir nach einem M so gut.
Da ist bei den nächsten Marathonläufen sicherlich auch endlich die 4h-Grenze zu knacken.
Beim Lauf selber hab ich jede Menge bekannte Gesichter getroffen, mit jedem Lauf kennt man ja mehr Leute. Fühlt sich auch immer mehr wie ein Familientreffen an. Ich hatte mir vorgenommen nicht zu schnell zu starten, das hat diesmal auch wirklich gut geklappt. So war die erste Runde mit 35:38 gut getimt. I der ersten Runde hab ich noch mit Conny ein wenig gequatscht und gegen Ende mit Jutta, Peter und Tasso (Martin). Anfang der zweiten hab ich mich dann abgesetzt und bin fortan alleine gelaufen. Irgendwie schient mir das auch zu liegen und Runden lauf ich irgendwie gerne. Man kann sich dabei immer wieder auf die gleichen Punkte und Zwischenzeiten konzentrieren und so seine Zeit gut kontrollieren. Für die zweite Runde hab ich dann 34:02 gebraucht, wie geplant. Bis jetzt fühlte sich alles gut an. Die dritte war noch schneller: 33:17. Nur nicht zu schnell werden. Gegen Ende der vierten Runde kam auch meine Frau und meine Nachbarn zum Lauf. Na das gab noch mal einen Motivationschub, hatte auch gerade einen kleinen Hänger: 34:13. Neu motiviert gings auf die 5. Runde. Nach der dritten Runde und auch in der vierten Runde lag der Schnit bei 5:43, für unter 4h hätte ich mich steigern müssen. Bei der Vorbereitung aber nicht realistisch. Wenn ich das Tempo aber halten konnte, wäre immerhin eine neue persönliche Bestzeit drin. Und in den letzten beiden Runden läßt das Tempo dann eh nach. Für die 5. brauchte ich dann 34:26. Der schnitt blieb bei 5:43. Wenn ich jetzt die letzten beiden Runden unter 36:00 laufe, dann klappts mit der Bestzeit. Dabei darf ich aber keine Sekunden liegen lassen, gehen ist absolut tabu. Die Konzentration und der Puls stimmte, also ab auf die 6. Runde. Mit 35:57 lag ich dann noch voll im Plan. Da ich ab Startlinie meine Uhr gestartet hatte, war meine Zeit netto. Ein Blick auf die offizielle Uhr beim Wendepunkt, signalisierte mir das könnte passen. Also nochmal eine 36:00 hinlegen und ca. 1,5min für die letzten 195m draufrechnen. Das wird knapp. Also Spannung halten und durchlaufen. Du schaffst das. Da ich ziemlich hinten im Feld gestartet bin, hab ich die ganze Zeit überholt. Echt ein mentaler Vorteil. Auch in der letzten Runde konnte ich noch einige einsammlen bzw. überrunden. Jeden einzelnen Kilometer hab ich kontrolliert. Noch sechs, fünf, vier, drei, zwei, die Zeiten passten. Jetzt kann nichts mehr schiefgehen. Noch einen, das sieht gut aus. Ich hör schon das Ziel. Km 42, die letzten 195m, die Zeit passt, wird knapp aber es passt.
Geschafft: 12 Sekunden brutto schneller als netto beim Karstadt-Marathon 2005. Netto sogar noch 33s mehr. Wow. Das war ein Sieg des Kopfes. So fängt das Jahr gut an. Da ist noch einiges drin. Auf den Rhein-Ruhr-Marathon werd ich mich ganz gezielt vorbereiten, auch mit Tempotraining, dann wird die 4h-Grenze fallen.
Als nächstes kommt jetzt erstmal Anfang Februar die Brocken-Challenge. Hoffentlich mit Schnee. Abenteuer pur.
Wer noch ein paar Bildchen sehen will: hier der Bericht von Powerschnecke.










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