Bertlicher Strassenläufe 2/2007
Als ersten kleinen Test für den 6-Tage-Lauf hatte ich in meiner Planung an zwei WE jeweils ein Marathon geplant. Dabei wollte ich feststellen, wieviel Körner ich auf der ersten Strecke (in diesem Fall die Brocken-Challenge) gelassen hatte und wie sich der zweite Lauf dann so anfühlt. Der zweite Lauf war dann der Marathon in Bertlich. In der letzten Woche bin ich nur zweimal gelaufen, am Dienstag und Donnerstag mit den Borbecker Raketen. Beide Läufe waren sehr zügig und es lief verdammt gut. Aber ob das die richtige Vorbereitung auf einen Marathon ist? Eher nicht. Allerdings war auch keine neue Bestzeit unter diesen Bedingungen zu erwarten. Viele bekannte Gesichter waren da, einige Laufkollegen/innen von den BR, von den Lustigen Schleichern und den Ruhrrunner. Und natürlich die üblichen Ultraläufer.
Das Wetter in Bertlich war eigentlich typisch. Grau, Regen und Wind. Die Strassen wie immer schlecht. Schon vor dem Start bin ich sehr nass geworden. Die Taktik war wie immer: die ersten zwei, drei KM ruhig, dann langsam in den Rhythmus kommen und am Ende wird man von alleine langsamer. Der erste KM dann in 5:40, aber Puls ok. Bis 10 konnte ich dieses Tempo gut halten. Allerdings der Wind und der Regen machten es einem nicht leicht. Von 10 bis 20 KM lag das Tempo bei 5:42, bzw. im Schnitt über alles dann bei 5:41. Immer noch alles ok. Der erste HM unter zwei Stunden und mir gings gut. Ab KM 21 hab ich dann auch hin und wieder einen Schluck Maltodextrin getrunken, die Getränkeversorgung ist in Bertlich für meinen Verbrauch zu mager. Wasser gibts bei dem Wetter genug, Gatorade seltener und Cola garnicht. Aber bei dem Preis und dem dafür gebotenen Service ist das sehr gut. Bei dem Tempo wäre eine neue Bestzeit möglich, aber ich wußte die Brocken Challenge hat mit Sicherheit ihre Spuren hinterlassen. Von KM 20 bis 30 sank dann auch erwartungsgemäß das Tempo auf 6:00 ab und ab KM 30 sogar auf 6:30. Dank Malto und viel Erfahrung bin ich trotzdem immer schön gleichmässig (zwar langsam) weiter gelaufen. Ich wußte: solange ich laufe (auch langsam) verlier ich weniger Zeit als wenn ich gehe. Es fühlte sich zwar langsam an, aber so langsam ist 6:30 ja auch nicht (aus meiner Sicht). Und wenn ich platt bin und dann immer noch 6:30 laufen kann, das ist schon gut zu wissen. Ab KM 30 wurde ich dann auch von einigen eingesammelt, damit mußte ich leben. Einige davon liefen etwas schneller, gingen dann wieder und liefen wieder usw. Die würde ich langfristig überholen, war nur eine Frage der Zeit, das hatte ich in vergangenen Läufen schon gelernt. Einfach nur langsam weiterlaufen in deren Gehpausen kam ich vorbei, dann kam der Konter, dann wieder die Gehpause. Den einen hab ich bei KM 40 kassiert, den anderen bei KM 41. Die Konstanz bringt einen vorbei bzw. das gleichmässige Laufen.
Auf dem letzten KM kam dann noch Klaudia und Klaus (30KM) vorbei, ich hab noch versucht mit zu laufen aber die waren ein wenig zu schnell. Aber die Pace auf den letzten beiden KM lag dann noch bei 6:12, also da ging noch was. Letztendlich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis, viertschnellste Zeit, der niedrigste Durchschnittspuls (151) und das bei dem Wetter und dem Lauf am WE vorher.
Nebenbei:
In Kevelaer war ich 12:04 min:sec schneller als im Vorjahr,
hier in Bertlich 12:03 min:sec.
Wenns in Duisburg genauso läuft komm ich mit 4:00:48 ins Ziel. Also die 48 Sekunden werd ich in den nächsten 2,5 Monaten auch noch weg trainieren.
Am Samstag steht dann die OTV-Meile auf dem Programm, nach den üblichen Trainingsplänen kann das nichts werden. Aber mal schauen.










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