yogis ultralaufblog 

9. LLG Kevelaer Marathon 2011

Geschrieben in Allgemein von yogi Dienstag Januar 11, 2011

Für mich einer der ungewöhnlichsten Läufe. Vor allem wegen meiner persönlichen Situation. Schon auf dem Hinweg lagen meine Emotionen ganz nah an der Oberfläche. Öfters hab ich überlegt ob ich drehen sollte. Allerdings (Lauf-)Freunde treffen, laufen und quatschen kann ja auch ganz gut tun. So war es dann auch, sobald ich da war, konnte ich alles ausblenden, viele Freunde treffen und quatschen. Kevelaer ist immer der Jahresauftakt der Marathon bzw. Ultraläufer. Man trifft viele aus der Ultrafamilie.

Ich glaube diesmal war ich so schlecht wie nie auf einen Marathon vorbereitet. Ich rechnete mit einem Einbruch jenseits der 30 und mit einer Zeit von um die 4:30. Ich hatte im Dezember gerade mal 126km gemacht, lange Läufe absolut Fehlanzeige. Der letzte lange Lauf war der Marathon in Bertlich, und da war ich besser in Form. Die Einstellung im Kopf war ja jetzt auch nicht unbedingt TOP. Na was solls. Es sollten 4,5 h Entspannung werden.

Ich wollte nach der Zeitplanung mit einem 6:25/6:30er Tempo laufen und starten. Obwohl ich ruhig gestartet bin, war es eine 6:10 in der ersten Runde. Fühlte sich aber sehr ruhig an. Die 2. wurde dann schneller, weil es sich besser anfühlte so um die 5:40. Niemals würde ich das durchhalten können. Trotzdem wurde die 3. und 4. ähnlich. Die 5. dann endlich im 6er Schnitt, aber es lief immer noch schön rund. Ich konnte mir ausrechnen, dass ich unter 4:15h reinkommen würde und das wäre schon super. Die 6. und 7. Runde wurden noch langsamer, aber ich wollte auch einfach nur noch ruhig zu Ende laufen. Die, die ich überholen wollte, hatte ich in den Runden vorher schon kassiert. Manchmal kommt doch der Wettkämpfer durch. Und letztendlich war ich nach 4:10:50 im Ziel. Nur 15min über meiner Bestzeit.

So schnell geht also Kondition nicht verloren. Und als Vorbereitung für das nächste WE, dem Marathon in Pullheim, war es eigentlich zu schnell. Ich werd sehen, wie es mir da ergehen wird. Letztendlich hab Marathon Nr. 93 gefinisht und es geht auf die 94 zu. Ende Januar dann die 95 beim 50er in Rodgau.

Der Rückweg war dann ähnlich emotional wie der Hinweg. Meine private Situation ist halt absolut unbefriedigend und die Endorphine aus dem Lauf halten nicht lange an. Laufen ist halt nicht alles. Es gibt viel wichtigeres.

Was mir noch auffällt: auf den Bilder seh ich alt aus. Lächle auch wenig. Irgendwie seh ich scheiße aus. Es wird Zeit, das sich die Zeiten ändern. Auch ist meine Matte viel zu lang, Wintermatte halt. Der Friseur ruft.

Kommentare »

  1. Hi Yogi,

    scheisse ist übertrieben, nur die Frisur ist wirklich matte. Bleib positiv :-)

    Trackback von runnersfreund 11. Januar 2011 10:03

  2. @Runnersfreund: nett gesagt ;-) Sagen wir es mal so: glücklich sieht anders aus. Meine Grundeinstellung ist positiv, die wid sich nie verändern. Manchmal kommen momentane Schwankungen hinzu, da muß ich durch.

    Grüße aus Oberhausen, Yogi

    Trackback von yogi 11. Januar 2011 10:14

  3. Hallo Jörg,

    schön Dich mal persönlich kennenzulernen und Glückwunsch zum gelungenen Auftakt 2011. Ich drücke Dir die Daumen, dass Du bald wieder fröhlicher aussiehst.

    Viele Grüße

    Werner

    Trackback von Werner Kerkenbusch 13. Januar 2011 16:25

  4. Hallo Werner,

    auch schön dich mal persönlich kennen gelernt zu haben. Gelungener Auftakt? Na war ganz ok.
    Und auf Regen folgt Sonnenschein. Wir sehen uns sicherlich in Bertlich, bei der OTV-Meile oder beim Kultur-Run?

    Grüße vom anderen Ende Oberhausens, Yogi

    Trackback von yogi 13. Januar 2011 16:54

Einen Kommentar hinterlassen


RSS-Feed für Kommentare zu diesem Artikel. TrackBack URI