6. Karstadt Marathon 2009 - eine Nachlese
Im Augenblick hab ich gemischte Gefühle. Einerseits hat mir das Laufen vor allem wegen meiner Mitläufer sehr viel Spaß gemacht. Anderseits wars selten so einsam auf der Strecke und ich habe nur Kritik gehört.
Grundsätzlich (denke ich) will das Revier einen Marathon der alle Städte verbindet. Die Stimmung ist dann grandios sowohl unter den Läufern als auch im Publikum. Auch finde ich das Konzept des Twinmarathons gut. Es ist sehr schön am Come-Together-Point mit den anderen Läufern zusammen zu treffen, eine unbeschreibliche Stimmung.
Meiner Meinung nach war die PR-Arbeit von MMP daneben. Die Werbung hat keinen emotional berührt und erst recht keinen Marathonläufer angesprochen. Womit auch? Das die Läufer im Vorjahr schon mit Orga nicht zufrieden waren ist kein Geheimnis. Das dann Herr Mronz großspurig am Anfang auftritt und direkt Düsseldorf übertrumpfen will, solche Arroganz kommt im Revier garnicht gut an. Kleine Brötchen backen wäre angesagt gewesen. Denn die Äußerungen von Hr. Ebner vorher waren schon daneben. Aber das größte Problem der Agentur ist: dort sind keine Marathonläufer, daher wissen die auch nicht wie diese ticken und wie man diese zur Anmeldung bewegt. Ein alter Marketingspruch sagt: Wer selber nicht brennt, kann andere nicht entzünden!
Als ich meine Startunterlagen abgeholt habe sind einige Sachen auch von anderen Brems- und Zugläufern kritisiert worden. Da hieß es dann: “Das war zu spät. Es ist ja auch ein neuer Verstalter.” Aber neuer Veranstalter lasse ich nicht gelten, denn im Vorfeld wurde gerade mit der Erfahrung im Marathon organisieren geworben. Auch siehts so aus als wenn das Konzept von Köln und Bonn 1 zu 1 übernommen worden ist (siehe Startzeiten). Nur haben wir hier ganz andere Gegebenheiten. Richtig Ahnung haben die nicht, sorry.
Ich hab im Vorfeld einigemale mit MMP gesprochen, hab meine Ideen erzählt und bekam am Telefon gesagt: “Das ist sehr gut. Hab ich mir alles notiert.” Aber umgesetzt wurde davon nichts. Das beste Beispiel dafür ist das Hin- und Her bei der Organisation der Brems- und Zugläufer. Die ersten Mails sind schon im Januar gelaufen, ein Tag vorher erfahr ich dann meine wirkliche Zeit. Das ganze Procedere ist unübertroffen.
Gut einige Punkte wurde verbessert. Aber gleichzeitig andere Dinge so diletantisch durchgeführt, das man sagen kann die Basics sitzen nicht. Die Orga war mehr Improvisation als kompetente Planung. Viele freiwillige Helfer haben Vieles wieder rausgerissen. DANKE!
Aber ich fürchte, da hat sich gestern eine Veranstaltung verabschiedet.
Rumgerissen kriegt MMP das jetzt nur in dem sie wirklich kritikfähig sind und diese auch annehmen. Lauft mal einen oder mehrere Marathons, damit ihr wißt was ihr tut. Oder nehmt erfahrene Marathonläufer in eure Orga auf. Für diesen Marathon am Beste jemand aus dem Revier.
Ich könnte jetzt viele Punkte aufzählen, die man verbessern kann. Aber ich denke MMP wills garnicht wissen. Der Optimist in mir sagt trotzdem, das ich für Gespräche zur Verfügung stehe. Ich will immer noch den Marathonstart in Oberhausen behalten. Wir haben nur den einen.
Und als Oberhausener bin ich ganz neidisch auf Gladbeck. SSB-Oberhausen schaut mal was die Abends nach der Verstaltung machen!
Zurück zum Lauf:
Planmäßig war ich nach 4:44:54 im Ziel. Leider alleine. Sammeln ging auch nicht wegen der unterschiedlichen Startzeiten. So hab ich einige aus Dortmund noch unter 4:30 begleiten können. Ich hab dann im Ziel noch auf meine verlorenen Mitläufer gewartet und alle beglückwünscht. Die Aussage direkt im Ziel, das sie es wieder tun würden, sagt doch alles.
Wer jetzt über Google hier gelandet ist und mitgelaufen ist: sachliche Kommentare und Kritik sind gerne willkommen. Aber Kommentare müssen von mir aus Spamschutzgründen erst freigegeben werden. Zensur gibts nicht!










Organisatorisch klingt das gar nicht gut, den Eindruck konnte man durch dich bereits vorher erhalten. Das ist traurig, denn mies organisiert bringt auch die schönste Strecke nichts, wobei diese vermutlich nicht einmal gegeben war, oder?
Ebenfalls deprimierend, wenn man am Ende von der Gruppe keinen mit ins Ziel bringt. Aber zumindest unterwegs hatte man Spaß - immerhin etwas.
Trackback von Hannes 18. Mai 2009 09:50
@Hannes: Organisatorisch war das keine Glanzleistung, da gibt es wesentlich bessere Veranstaltungen. Die Strecke ist schon interessant, aber ohne Zuschauer nicht wirklich schön.
Deprimierend ist das nicht mit dem Zieleinlauf. Klar ists schöner wenn alle dabei bleiben können. Aber nur die wenigsten Marathonis laufen gleichmäßig durch und erst recht nicht die Erstläufer. Das auch vorher richtig einschätzen zu können, wann man ins Ziel kommt ist sehr schwierig. Aber wenn man die meisten schon bis über 38/39 kriegt, dann weiß ich auch das sie finischen werden. Aber es sind wenige die wirklich von Anfang bis Ende dabei bleiben. Egal bei welchem Marathon.
Grüße in den Norden, Yogi
Trackback von yogi 18. Mai 2009 10:45
Hallo Yogi,
Du hast in Deiner bewußt nüchternen Darstellung die Sache auf den Punkt gebracht. Gestern Abend habe ich noch einen dicken Hals geschoben, mit dem Abstand von einer Nacht sieht es nicht nur schwarz aus ! Die ersten grauen Stellen zeigen sich schon
Aber das Ziel von Herrn Mronz im nächsten Jahr durchzustarten und durch Mundpropaganda den 7.KM an die Spitze der deutschen Marathons zu führen ist ungefähr so weit weg wie wir Beide vom Sieg
Gruß aus Essen
Trackback von ObelX 18. Mai 2009 11:07
@ObelX: na ob ich jetzt schon nüchtern bin?
Die 5 Weizen gestern abend waren auf jeden Fall lecker.
Ich sehs ja auch so: ich will weiterhin in Oberhausen starten, aber es muss definitv was getan werden. Meckern tun viele, aber ich bin auch bereit mich für eine Verbesserung einzubringen. Und als Optimist denke ich, so gehts vielen im Revier. Ich denk nur an die Aktion von LaLaLaufkalle. Aber MMP sind keine Marathonis und erst recht kennen Sie nicht die Seele des Reviers. Ein Rheinländer und ein Ruhri sind verschieden ohne dies zu bewerten.
Eigentlich müßte der Aufschrei erfolgen: Jetzt erst recht! und positiven Druck auf MMP und mögliche Sponsoren ausüben.
Um die Mundpropaganda jetzt ins Positive zu drehen müßte MMP sich ganz schön anstrengen. Die haben ihr Ohr halt nicht richtig an der Zielgruppe
Mal sehen was sich so in den nächsten Tagen tut.
Herzliche Grüße aus Oberhausen, Yogi
Trackback von yogi 18. Mai 2009 11:30
Das hört sich nicht besonders schön an. Tut einem für die Läufer und die vielen Helfer leid, die sich engagiert haben. Vielleicht hilft ja dein Appell und der Marathon stirbt in der Form nicht. Wäre Schade, denn die Idee ist grundsätzlich gut mit zwei Startorten und einem Ziel!
Gruß Gerd
Trackback von Gerd 18. Mai 2009 11:50
Ich hab mich noch stark zurückgehalten, die Kommentare woanders fallen derber aus
Die Idee ist gut (es waren mal über 30.000 Teilnehmer!!!) nur die Orga wurde immer schlechter und dadurch sind viele abgesprungen. Und durch diese Veranstaltung werden wahrscheinlich noch mehr abspringen. Traurig!
Grüße aus Oberhausen, Yogi
Trackback von yogi 18. Mai 2009 12:17
Habe ich mir schon gedacht. Ich konnte leider nicht starten. Liege mit Nervenentzündung am Kopf im Bett. Der erset Kaerstadt Marathon von Bochum nach Dortmund war TOP alle anderen danach wurden immer schlechter.
Die ORGA war noch NIE wirklich Bemüht was zu ändern und kritikfähig was ist das???
Ich hoffe diese Veranstaltung geht den Bach runter und jede Stadt macht uhr eigenes Ding.
TwinMarathon hin oder her wem juckt das den. Wenn ich sehe das nichtmal 3.000 Marathonstarter dabei sind.
Wie gesgat der erste Marathon war Klasse man ist von Bochum Ortsgrenze Dortmund bis zum Freidesnplatz in Dortmund gelaufen. Tolle Strecke und super Einlauf in der City. Das war ein Erlebniss der Rest war Mist bis Heute.
Ich werde mich nicht nochmal da anmelden.
LG
Marco
Trackback von Marco 18. Mai 2009 13:31
Na dann mal eine gute Besserung! Den Karstadt kenn ich erst seit 2005. Damal hab ich mich schon so geärgert, das ich mir geschworen habe kein Geld mehr dafür auszugeben. Konnte ich auch halten, denn 2007, 2008 und 2009 war ich als BruZL unterwegs. Aber nicht für die Orga sondern für die Läufer! Und dafür lohnt sichs. Und fürs Revier.
Nach der Ergebnisliste sind 2238 “echte” Marathonis von beiden Startorten ins Ziel gekommen (ohne Staffel, Team oder Schülermarathon). Die Zahlen sprechen für sich, oder?
Genesende Grüße aus Oberhausen, Yogi
Trackback von yogi 18. Mai 2009 13:41
Es geht eben nichts über den RWE Marathon ( rund um den Baldeneysee ) tolle Stimmung, tolle Strecke und Orga.
Kommt alle nächstes Jahr zu uns nach Essen-Fischlaken.
Ihr werdet nicht enttäuscht.
Trackback von Fischlaker 18. Mai 2009 14:40
@Fischlaker: der Lauf um den Baldeneysse ist gut, das stimmt. Wahrscheinlich oder hoffentlich bin ich wieder als Brems- und Zugläufer dabei. Was dann nächstes Jahr auch zum Problem wird: zwei Marathons in Essen und das noch zeitlich sehr nah. Viele werden sich dann entscheiden müssen ob Karstadt oder RWE-Marathon. Und ich glaube ich kenn die Antwort.
Nicht jeder kann oder wird(?) beide laufen so wie ich.
Ich weiß auch nicht wer sich den Termin 19. September ausgedacht hat (wahrscheinlich kein Marathoni).
Wir werdens erleben, Yogi
Trackback von yogi 18. Mai 2009 15:01
Hey Yogi,
klingt alles nicht so gut :/ Ich konnte ja leider nicht starten, das Knie wollte einfach nicht. Samstag Abend dachten wir noch, dass wir es probieren, am Sonntag morgen konnte ich nicht mal ohne Schmerzen bis ins Bad gehen. Sehr schade. Aber Stichwort Baldeneysee-Marathon: Mal schauen, wie sich das Knie in den nächsten Tagen entwickelt, und dann planen wir die weiteren Wettkämpfe. In der Grobplanung ist der RWE-Marathon aber schon vorhanden. Aber mal gucken, was vorher noch so geht.
Ich denke, dass die Problematik mit dem verzögerten Start wieder viele viele Läufer kosten wird, ähnlich wie der Totalausfall der Veranstaltung vor 3 Jahren.
Am Ende bleiben nur noch die paar Leute übrig wie du oder ich, die gerne zu Hause so ein Ding laufen wollen. Eigentlich schade, wo doch die Strecke eigentlich ganz schön ist. Das Anlaufen der örtlichen Highlights (wie Zollverein) fand ich z.B. eine klasse Idee, aber das alleine lockt noch keinen hinter dem Ofen hervor, wenn zwischen den Highlights so Abschnitte wie in Gelsenkirchen liegen. 10km grade aus ohne jeden Zuschauer, wo es doch diesmal eh nicht sonderlich viele waren. Ich denke, dass war teils dem Wetter, aber auch teils der Aufteilung von Halbmarathon und Marathon geschuldet. Eigentlich schade.
Und dann nächstes Jahr auch noch ein Termin im September, gut, dass ist der Kulturhauptstadtsgeschichte zu verdanken, was will man machen? Ich bin gespannt, was der Veranstalter in den nächsten Tagen und Wochen an Reaktion zeigt.
Viele Grüße, Nils
Trackback von Nils 18. Mai 2009 19:58
Hi Yogi,
hier mal was positives. Mir wird dieser verrückte Marathon bestimmt lange in Errinnerung bleiben. Zum Einen weil er in allen Belangen absolut (mir fehlen die Worte) war und zum anderen wegen der Gesichter der Läufer die ins ins Ziel gebracht habe. Für dieses Strahlen lohnt sich so ein Lauf und der Rest ist in diesem Moment vergessen. Brems/Zugläufer macht einfach nur Spaß und hinterher kann man über alles andere nur Schmunzeln. Ich hoffe diese Orga färbt nicht ab, sonst geht so ein grandioses Gruppengefühl verloren.
Gruß aus Altenessen, Michael LT
Trackback von Michael LT 19. Mai 2009 06:33
Hallo Yogi,
noch ein Tag später scheint schon wieder die Sonne!
Du hast Recht, nur zusammen können wir diesen (unseren) Marathon retten! Die Bilder der Raketen aus dem Startbereich OB waren zwar erschreckend (klar beschweren sich alle, wenn man dafür das halbe Ruhrgebiet sperrt) aber jetzt heißt es unsere Qualitäten ausspielen (Ruhrgebiet=Gemeinsamkeit und Marathonis/Ultras=Durchhaltewille)!
Yogi bei Deinem/unserem Kampf für diesen Marathon kannst Du auf mich zählen!
Gruß aus Essen
Trackback von ObelX 19. Mai 2009 07:01
@Nils: gerade deine Geschichte mit dem Marathon ist die Motivation, die auch andere auf die Strecke bringen könnte. Sowas fehlte mir komplett in der Werbung für Marathon und auch auf der Internetseite.
Ansonsten natürlich gute Besserung. Und die Erfahrung der letzten Trainingsmonate kann dir keiner nehmen.
@Michael: Genau deswegen meine gemischten Gefühle. Für die anderen Läufer dazusein ist supergeil. Nur dafür mach ich mit. Nicht für die Orga. Umso mehr ärgert man sich wenn durch die Umstände alles kaputt gemacht wird.
@ObelX: Genau das ist es. Wenn wir unseren Marathon behalten wollen, dann müssen wir dafür etwas tun. Dazu gehört auch die Mängel anzusprechen und MMP auf die Füsse zu treten. Andersrum aber auch konstruktive Vorschläge machen, wie es besser sein könnte. Die Kritik ist da. MMP muß jetzt Größe zeigen und diese auch annehmen. Nach wie vor stehe ich MMP gerne für konstruktive Gespräche zur Verfügung.
Nur meckern bringt ja nichts nach vorne.
Herzliche Grüße aus Oberhausen, Yogi
Trackback von yogi 19. Mai 2009 08:22
Hallo Yogi,
danke! Du hast recht, die Erfahrungen und Fortschritte nimmt mir keiner mehr (höchstens ich selbst, wenn die Kilos wieder anfangen, drauf zu kommen ;)).
Aber du hast recht, es sind die Geschichten, die den Marathon ausmachen. Ich weiß noch, welche Motivation das vor 2 Jahren war, Mitstreiter in Form von Mitbloggern im WAZ-Blog zu haben, die alle das gleiche Ziel, den ersten Marathon, hatten. Wäre das nicht gewesen, hätte ich mich dann vor 2 Jahren dazu aufraffen können? Wahrscheinlich nicht. Und hätte ich mich dieses Jahr wieder angemeldet, wenn nicht die schöne Erfahrung von vor 2 Jahren (gute Mitläufer, viele Groupies, das Gefühl beim Überqueren der Ziellinie) gewesen wäre? Auch nicht.
Ich möchte gerne wieder hier laufen, nicht nur, weil es mehr oder weniger vor unserer Haustür vorbeigeht.
Wie gesagt, ich glaube, die Ideen hinter den Änderungen in diesem Jahr gingen in die richtige Richtung, nur die Ausführung war noch nicht optimal. Wollen wir hoffen, dass das diesmal deutlich luxuriösere Zeitpolster von fast 16 Monaten zu einer besseren Umsetzung führt.
Was mich noch interessiert: Du hast deine Mitläufer bis KM 38 oder 39 begleitet und bist den Rest alleine weiter gelaufen? Warum hast du deine letzten Mitstreiter dann nicht weiter begleitet? Grade die letzten Kilometer sind doch immer die schwersten.
Und schade, wir haben dich im Ziel wohl um ein paar Minuten verpasst, wir standen ab ca. 4:30 Dortmunder Zeit am Einlaufkanal. Leider hatten wir das mit der unterschiedlichen Zeit nicht mitbekommen und dann 4:30 BruZls ins Ziel kommen sehen und anschließend auf dich noch gewartet. Das war aber wohl nix
Viele Grüße, Nils
Trackback von Nils 19. Mai 2009 14:20
@Nils: genau das ist es! Und sowas muss die Werbung ansprechen. Das wissen aber nur Marathonis und welche die es werden wollen.
Manche Ideen gingen in die richtige Richtung, manche nicht. Meinste 16 Monate reichen?
Warum bist du damals nicht mit mir ins Ziel gelaufen? Denen gings leider nicht anders. Ich war bei KM 40 schon eine Minute im Minus, aber das hätte nicht mehr gereicht. Nach kurzer Absprache bin ich dann wieder auf Zeit gelaufen (so traurig es auch ist). So hab ich ein paar andere noch unter 4:30 (DO-Zeit) ins Ziel gebracht.
Als du die anderen gesehen hast war ich schon drin
Grüße aus Oberhausen, Yogi
Trackback von yogi 19. Mai 2009 14:38
Hi Yogi,
ich stand als Zuschauer am Come-Together-Point (was für ein Wort!!) und habe auch mal nach dir Ausschau gehalten, aber nicht daran gedacht, dass du aus Richtung Oberhausen kommst. Die 4:30er-Gruppe aus Dortmund habe ich gesehen (und ein paar bekannte Gesichter auch).
Bei mir im Blog ist übrigens auch ein kleiner Fotobericht [http://stefansnotizblog.blogspot.com/2009/05/ruhrmarathon-foto-bericht-aus-zuschauer.html] Wenn du Bilder gemailt haben willst melde dich einfach.
Gruß
Stefan
Trackback von Stefan ("Lauflöwe") 19. Mai 2009 22:27
Ich melde mich hier mal als Inliner dieses Marathons zu Wort. Leider habe ich die Organisation als Katastrophe und auch teilweise als Gefährlich empfunden. Es fing schon bei Kleinigkeiten an:
- wie komm ich mit dem ÖPNV zum Start… keine Info auf der Internetseite
- Parken am Centro …. andere berichteten, daß dort keine Hinweise waren wie man zum Start kommt
- fehlende Absperrungen … bei einer solch großen Veranstaltung muss ich sowas morgens um 7 Uhr merken, wenn ich die Strecken nochmals abfahre
- keine Möglichkeit sich am Start umzuziehen geschweige denn zu sitzen (Umziehen in nem Dixieklo war angesagt - vielen Danbk auch)
- reden von nem Garderobenbereich und dort stehen 2 LKW
- Im startbereich Oberhausen stehen beim Inlinestart 2 PKW auf der Strecke, die man umfahren muss, ja gehts noch
- eine Sicherheitserhöhung für Inliner besteht auch in dem auslegen der Bahngleise mit Seilen - hier Fehlanzeige
- liebloses Fressmeile, bei mir halb leergegessen von den Halbmarathonis und nicht aufgefüllt, die eingeteilten Leute dafür sitzen lieber in nem Berg voller Kartons und spielen mit dem Handy
das der WDR sich dazu auch so kritisch äußert spricht jawohl für sich.
Mein Tipp, meine Bitte: Der Veranstalter muss sich die Profis mit ins Boot holen, die ihm sagen, was wir brauchen und vllt sollten die Veranstalter mal zu anderen Rennen gehen und schauen wie man sowas macht.
ZUmindest letztes Jahr in Köln war es viel besser!!!!
Machen die das dort auch?
Michael
Trackback von Michael aus Essen 19. Mai 2009 22:31
@Lauflöwe: schöne Bilder.
@Michael: find ich gut, das auch mal ein Inliner was sagt. Was ihr braucht und was fehlt, kann ich als Läufer sehr schlecht beurteilen.
Dein Tipp kann man auch auf die Läufer übertragen.
Soweit ich weiß, war MMP in Köln nur für die Vermarktung verantwortlich nicht für die Orga. Ob sie es jetzt ncoh sind weiß ich nicht.
Herzliche Grüße aus Oberhausen, Yogi
Trackback von yogi 20. Mai 2009 06:46
wollte mich als 4:00 läufer aus dortmund auch mal zu wort melden…
mit ein wenig abstand fand ich den lauf selber eigentlich sehr schön! nur schade dass an manchen streckenabschnitten wirklich gähnende leere herschte! es hat mir auch wahnsinnig spaß gemacht aus BuZL dabeizusein! auch wenn meine gruppe am ende recht stark geschrumpft ist…
ABER: die Startverzögerung von 50 min und dann auch noch keine Informationen… das darf eigentlich nicht sein!
Ausserdem war direkt vor unserem Startblock in dortmund ein Absperrgitter, an dem scheinbar keinerlei Streckenposten waren um das wegzunehmen… so sind die ganzen schülerstaffeln und von der anderen Straßenhälfte alle anderen vor uns gestartet, was zu einem ordentlichem gedränge mit überholen nach dem start geführt hatte…
Ausserdem der elendlange Fußmarsch nach dem Ziel empfand ich als wirklich furchtbar! Sowas muss einfach nicht sein!
ob ich als selberläufer nochmal beim karstadt marathon dabei bin weiss ich nicht! Als Tempomacher aber bestimmt! Das hat mir echt wahnsinnig spaß gemacht!
Trackback von Klaus 20. Mai 2009 17:42
Die Aufgabe als BruZl ist genial. Man kriegt soviel zurück: die Emotionen, die Unterhaltung und man lernt nette Menschen kennen. Mich sprechen immer wieder Läufer/innen an, die in den letzten Jahren dabei waren. Mit einigen hab immer noch Kontakt. Und für diese Menschen ist man unterwegs und dafür lohnt sich auch eine halbe Stunde im Regen zu stehen.
Zur Orga ist ja schon alles gesagt worden. Bis jetzt gibts ja noch nichts Neues.
Grüße in den Osten des Reviers, Yogi
Trackback von yogi 21. Mai 2009 06:21
Mitlerweile ists nicht mehr der Osten des Reviers…
Nachdem ich in deiner Nachbarstadt Mülheim groß geworden bin, hab ich in Dortmund studiert und wohn mitlerweile in Mönchengladbach…
Schöne grüße ins Revier
Trackback von Klaus 21. Mai 2009 07:57
Hallo Yogi,
zur Organisation ist ja eigentlich schon alles gesagt worden. Ich kann auch mit einem Abstand von einigen Tagen nichts positives an der Organisation entdecken. Ich habe auch keine Hoffnung, dass MMP irgendwelche Lehren aus dem diesjährigen Desaster zieht, jedenfalls nicht nach den Aussagen die Herr Mronz im WDR zu den Startverzögerungen gemacht hat.
Meiner Ansicht nach ist der Veranstalter für die komplette Organisation eines Marathons verantwortlich. Und wenn er’s nicht kann, dann soll er es lassen.
Es gibt viele Beispiele von gut organisierten Marathonveranstaltungen auch in unserer Nähe (z. B. Baldeneysee, Rhein-Ruhr-Marathon Duisburg, Bertlich). Mir fällt im Moment kein Grund ein, warum ich im nächsten Jahr noch mal den Karstadt-Marathon laufen soll.
Bis dann mal,
Schleicher Christoph
Trackback von Schleicher Christoph 21. Mai 2009 15:13
Du hast recht, Christoph. Trotzdem würd ich gerne den Marathon in OB behalten. Wir haben nur diesen einen
Grüße aus Oberhausen, Yogi
Trackback von yogi 21. Mai 2009 18:40
Hallo Yogi,
ich bin einfach nur traurig und wütend. MMP hat es offenbar geschafft, dieser wirklich einmaligen Veranstaltung endgültig den Garaus zu machen. Ich habe im Ziel keinen einzigen Läufer getroffen, der auch nur in Erwägung gezogen hätte, nächstes Jahr wieder zu starten. Und dafür haben wir 2006 gekämpft!
Der Start, besonders in DO, war unverzeihlich. Das ganze auch noch ganz ohne Toiletten, dafür hätte sich M.M. auf KNIEN bei Läufern und Anwohnern entschuldigen müssen. Stattdessen schickt er wieder seinen Pressesprecher als Troll in den Westen, der sämtliche Kritiker als olle Meckerköppe beschimpft, denen man es sowieso nie recht machen könne.
Und das, nachdem er sich in deinem Streckenpostenblog schon einmal selber enttarnt hatte, das war ja an Peinlichkeit nicht mehr zu überbieten. Nee, mein Glaube an die Lernfähigkeit dieser Truppe ist tot. Mögen sie nächstes Jahr finanziell so auf die Schnauze fallen, dass sich das Thema erledigt. Vielleicht können wir dann ja in ein paar Jahren dann einen Neustart ohne Profiagentur wagen. Organisiert von SSB- und Vereinsleuten aus 8 Städten. UNSER Ruhrmarathon!
Gruß 2slow
Trackback von 2slow 21. Mai 2009 20:46
Du bist ganz schön verärgert! Verstehen kann ichs. Ich warte mal die nächsten Tage und die weiteren (Re-)Aktionen ab. Aber es gibt mittlerweile sehr viele, die denken wir sollten es selber in die Hand nehmen.
Grüße aus Oberhausen, Yogi
Trackback von yogi 22. Mai 2009 05:26
Den Glauben an diese Chance bewahre ich mir!
Gruß 2slow
Trackback von 2slow 22. Mai 2009 08:02