Kommunikation in 2010
Es ist schon irgenwie komisch, wie sich unsere Welt und unsere Kommunikation verändert. Seit Mitte 2009 bin ich bei twitter, quatsche mit wildfremden Menschen auf der ganzen Welt. Manche teilen einem dabei die intimsten Dinge mit. Auch dieser Blog läuft sehr Ende 2006 und ich breite hier einen Teil meines Lebens aus. Aber nur einen Teil. Seit Mitte des Jahres bin ich auch bei Facebook und das Tempo der Kommunikation hat sich noch weiter beschleunigt. Manchmal überfordert einen die Fülle der Informationen und man kann auch garnicht mehr allen antworten oder zuhören. Da hilft oft der “Gefällt mir” Button. So weiß der andere zumindest das man ihn wahrgenommen hat. Nicht immer ist die Zeit alles ausführlich zu beantworten.
Aber wie ist das im normalen Leben? Da müßte man dann doch als Kommunikationsprofi bestens zurecht kommen? Ist das so? Was nützen einem viele Worte, ausgefeilte Sätze, immer wieder überprüft um nichts falsches zu sagen? Ja, was nützt das einem, wenn das Gegenüber einen nicht versteht? Nicht so kommuniziert? Klar, im Text sind Emotionen schwer rüber zu bringen, aber auch im normalen Leben kann das daneben gehen. Nämlich dann wenn das Gegenüber nur das Negative aus den Sätzen liest.
Was, wenn man weiß, dass ein klärendes Gespräch Vieles klären kann, aber es nicht stattfindet?
Ja was macht man dann? Man kommuniziert auf andere Art z.B. auf Facebook, Twitter und Co. Anscheinend ist das für einige Menschen ein Ventil oder gar der größte Teil der täglichen Kommunikation?
Wird Facebook dann zum Familienersatz? Ich denke nicht. Es ist immer noch sehr schön einen lieben Menschen in den Arm zu nehmen, auch wenn die Kommunikation nicht stimmt. Vielleicht ist auch das der Beginn einer erneuten Kommunikation. Wer weiß?
Also: einfach mal raus aus dem Netz und persönlich kommuniziert. Ein paar nette Worte sind manchmal ein sehr guter Türöffner.









