Zug- und Bremsläufer beim RWE-Marathon am Baldeneysee
oder “Was motiviert den Pacemaker?” Tja, was ist es? Das ist ganz klar: den Erfolg der Anderen miterleben zu dürfen! Es macht unheimlich Spaß! Ich habs ja auch nicht zum erstenmal gemacht, mehr als 10mal als offizieller Pacemaker und dazu einige male als persönlicher Hase. Und immer wieder begeistert es mich. Und wenn ich gut drauf bin, dann kann ich meine Motivation vor allem auf der zweiten Hälfte den Mitläufern auch wieder mitgeben.
In der Startaufstellung lernt man die Läufer kennen. Ganz verschiedene Geschichten, ganz verschiedene Motivationen; die einen sind Wiederholungstäter, die anderen Debütanten. Und alle haben das gleiche Ziel.
Die üblichen Fragen: lauft ihr konstant durch? Klar!
Wie macht ihr das an den Verpflegungsstellen? Kurz gehen, in Ruhe trinken, weiter laufen.
Und sonst? Wir quatschen euch zu, versuchen euch wieder ranzuholen, wenn ihr kurz zurückfallt. Kurz: lauft einfach und lasst uns um die Zeit kümmern.
Und es funktioniert. Durch die Gespräche wird man abgelenkt, Tipps werden weiter gegeben (Cola hilft bei einem Durchhänger und schmeckt gut) und den Läufern klar gemacht, dass es in Essen ja nur 2 Runden sind. Leider verliert man während des Laufs ein paar Läufer. Am Anfang ist die Gruppe groß. Viele laufen mit, reden kaum, sind auch stark mit den Anstrengungen beschäftigt. Andere reden mehr, müßen später abreisen lassen (leider). Manchmal würde man gerne abbremsen und die Läufer wieder mitnehmen, aber das geht ja leider nicht. Aber man trifft sich ja meistens im Ziel wieder
Schön ist es bei den Neumarathonis. Die haben das meiste Adrenalin und Endorphin im Blut. Da wird ich auch im Ziel umarmt, auch wenn man sich erst knapp 5h kennt. Egal es macht Spaß.
Mal genau zu diesem WE: das Wetter vom Feinsten, ganz viele Läufer in der 4:15er Gruppe schon am Start. Viele Ersttäter, ganz viele Gespräche, viel gelacht unterwegs. Wir sind zu zweit einen 6er Schnitt von Anfang an gelaufen, dabei einkalkuliert, das unsere Begleitung auf der zweiten Runde etwas mehr Zeit zum Trinken braucht. Dabei würden wir dann die Minute (6er Schnitt = 4:13h) auf 4:14h wieder reinholen. Viele KM sind wir +/- 5sec auf die Durchgangszeit gelaufen, irgendwann war der Rhythmus in den Beinen drin. Und es hat mir diesmal total viel Spaß gemacht. Nicht wegen dem 90. Marathon und auch nicht wegen der Zeit. Nein, die Truppe war wirklich Klasse, so macht es richtig Spaß. Es gab viele glückliche Gesichter im Ziel. Ich hab total viele schöne Eindrücke gesammelt und nehm diese die nächsten Tage mit
Und ich werd sicherlich noch viel öfter als Brems- und Zugläufer laufen (für Veranstalter: einfach ansprechen!).
In meiner Planung steht ja schon ein Einsatz beim Düsseldorf-Marathon 2011 mit sub 4:30h. Und die Person ist schon ganz verrückt drauf. Und ich freu mich drauf ![]()









