Das es warm werden würde, war ja angesagt. Aber das war doch eher Freibadwetter oder Biergartenwetter. Aber Laufen? Wie verrückt muß man sein? Am Samstag auf der Ruhr in Love war es schon sehr warm, aber die Musik und die Veranstltung gut. Es wurde im Laufe des Tages nur immer voller und Getränke ergattern ein Geduldsspiel. Aber schön wars. Aber ob Biertrinken anstatt ausruhen die richtige Vorbereitung sind? Sonntag schellte dann um 3:45 der Wecker. Viel geschlafen hab ich bis dahin nicht, es war zu warm und ggf. war der Kopf auch noch aufgedreht vom Techno
Egal, nach dem Kaffee und der Dusche gings. Um 4:30 gings dann los. Dank Navi kein Thema. Um kurz nach 5:40 war ich im Stadion und hab meine Startunterlagen abgholt. Stühle und Sonnenschirm aufgestellt und dem regen Treiben der Anderen zugeschaut. Um 7:00 gings pünktlich los. Ich hab schon auf der ersten Runde geschwitzt, was auch daran lag das ich gut hydriert war. Sprich ich hatte genug getrunken. Die Strecke: zum Teil im Stadion, dann ein schöner Teil durch einen schattigen Wald und am Ende ein Stück durch die Fußgängerzone. Eigentlich schön
wenns nicht so warm wäre. Selbst in den frühen Morgenstunden konnte man die kommende Wärme schon spüren. Jeder normale Mensch hätte den Schatten gesucht.
GottseiDank bin ich nicht zu schnell losgelaufen, die erste Runde so mit ca. 6:12. Aber Betty war vor mir obwohl sie weniger machen wollte. Also hab ich auf der zweiten Runde ein kurzen Sprint hingelegt und die Schnitt der Runde lag dann unter 6:00min. Egal. Ich bin dann mit Betty einige Runden gelaufen, bis ich merkte, das mein geplanter Rundenschnitt zu langsam wurde. Also bin ich wieder alleine vorgelaufen. Kurz vor dem Marathon hatte ich Betty wieder eingeholt. Der Marathon hatte ich so um die 4:30 gelaufen, also nicht zu schnell. Beine, Kreislauf alles ok, nur der Kopf hatte keinen Bock auf quälen. Aber vielen anderen gings ähnlich :-(. Es war viel zu warm. Ich schwitz ja eh viel, aber heute noch mehr. Es gab genug zu trinken, auch Wasser für Schwämme und zum über den Kopf kippen, was sehr angenehm ist. Aber mein Kopf plante schon den gepflegten Abgang. Ich war nicht bereit heute alles für eine Bestzeit zu geben. Warum sollte ich es also tun? Der Plan dann: ich lauf bis 50 und hör auf. Dann hau ich um 16:00 Uhr ab und komm auch ncoh rechtzeitig zum Abi-Ball meines Sohnes. Also bin ich die Runden bis 50 etwas ruhiger mit Betty gelaufen :-). Nach 5:30 waren auch die 50 weg. Irgendwie lief es jetzt wieder leichter also hab ich das Ziel auf 55 verschoben. 2 Runden später war auch das gegessen und der Plan wurde auf endgültige 60 verändert. Dann hab ich auch wirklich aufgehört. Dein Beinen gings gut, dem Kreislauf auch, ein schönes Training über 60km und ich war zufrieden. Die hinteren Waden vom Schwitzen und Staub schwarz :-). So dreckig war ich noch nie
Ich hab dann meinen Kram zusammen gepackt und bin nach hause. Und war pünktlcih zum Abi-Ball. Das war die richtige Entscheidung. Quälen werd ich mich noch beim 48h-Lauf in Köln.
Am nächsten WE mach ich dann noch den Hasen beim HM, ansonsten sind die nächsten WE frei und der Kopf kann sich ausruhen und dann ist der notwendige Biss zum 48h-Lauf auch hoffentlich da. Und im August sind gar keine WK geplant. Da könnte ich ja auch einfach mal ins Freibad oder an den See fahren zum abhängen. Bin doch urlaubsreif 