6. Karstadt Marathon 2009 - eine Nachlese
Im Augenblick hab ich gemischte Gefühle. Einerseits hat mir das Laufen vor allem wegen meiner Mitläufer sehr viel Spaß gemacht. Anderseits wars selten so einsam auf der Strecke und ich habe nur Kritik gehört.
Grundsätzlich (denke ich) will das Revier einen Marathon der alle Städte verbindet. Die Stimmung ist dann grandios sowohl unter den Läufern als auch im Publikum. Auch finde ich das Konzept des Twinmarathons gut. Es ist sehr schön am Come-Together-Point mit den anderen Läufern zusammen zu treffen, eine unbeschreibliche Stimmung.
Meiner Meinung nach war die PR-Arbeit von MMP daneben. Die Werbung hat keinen emotional berührt und erst recht keinen Marathonläufer angesprochen. Womit auch? Das die Läufer im Vorjahr schon mit Orga nicht zufrieden waren ist kein Geheimnis. Das dann Herr Mronz großspurig am Anfang auftritt und direkt Düsseldorf übertrumpfen will, solche Arroganz kommt im Revier garnicht gut an. Kleine Brötchen backen wäre angesagt gewesen. Denn die Äußerungen von Hr. Ebner vorher waren schon daneben. Aber das größte Problem der Agentur ist: dort sind keine Marathonläufer, daher wissen die auch nicht wie diese ticken und wie man diese zur Anmeldung bewegt. Ein alter Marketingspruch sagt: Wer selber nicht brennt, kann andere nicht entzünden!
Als ich meine Startunterlagen abgeholt habe sind einige Sachen auch von anderen Brems- und Zugläufern kritisiert worden. Da hieß es dann: “Das war zu spät. Es ist ja auch ein neuer Verstalter.” Aber neuer Veranstalter lasse ich nicht gelten, denn im Vorfeld wurde gerade mit der Erfahrung im Marathon organisieren geworben. Auch siehts so aus als wenn das Konzept von Köln und Bonn 1 zu 1 übernommen worden ist (siehe Startzeiten). Nur haben wir hier ganz andere Gegebenheiten. Richtig Ahnung haben die nicht, sorry.
Ich hab im Vorfeld einigemale mit MMP gesprochen, hab meine Ideen erzählt und bekam am Telefon gesagt: “Das ist sehr gut. Hab ich mir alles notiert.” Aber umgesetzt wurde davon nichts. Das beste Beispiel dafür ist das Hin- und Her bei der Organisation der Brems- und Zugläufer. Die ersten Mails sind schon im Januar gelaufen, ein Tag vorher erfahr ich dann meine wirkliche Zeit. Das ganze Procedere ist unübertroffen.
Gut einige Punkte wurde verbessert. Aber gleichzeitig andere Dinge so diletantisch durchgeführt, das man sagen kann die Basics sitzen nicht. Die Orga war mehr Improvisation als kompetente Planung. Viele freiwillige Helfer haben Vieles wieder rausgerissen. DANKE!
Aber ich fürchte, da hat sich gestern eine Veranstaltung verabschiedet.
Rumgerissen kriegt MMP das jetzt nur in dem sie wirklich kritikfähig sind und diese auch annehmen. Lauft mal einen oder mehrere Marathons, damit ihr wißt was ihr tut. Oder nehmt erfahrene Marathonläufer in eure Orga auf. Für diesen Marathon am Beste jemand aus dem Revier.
Ich könnte jetzt viele Punkte aufzählen, die man verbessern kann. Aber ich denke MMP wills garnicht wissen. Der Optimist in mir sagt trotzdem, das ich für Gespräche zur Verfügung stehe. Ich will immer noch den Marathonstart in Oberhausen behalten. Wir haben nur den einen.
Und als Oberhausener bin ich ganz neidisch auf Gladbeck. SSB-Oberhausen schaut mal was die Abends nach der Verstaltung machen!
Zurück zum Lauf:
Planmäßig war ich nach 4:44:54 im Ziel. Leider alleine. Sammeln ging auch nicht wegen der unterschiedlichen Startzeiten. So hab ich einige aus Dortmund noch unter 4:30 begleiten können. Ich hab dann im Ziel noch auf meine verlorenen Mitläufer gewartet und alle beglückwünscht. Die Aussage direkt im Ziel, das sie es wieder tun würden, sagt doch alles.
Wer jetzt über Google hier gelandet ist und mitgelaufen ist: sachliche Kommentare und Kritik sind gerne willkommen. Aber Kommentare müssen von mir aus Spamschutzgründen erst freigegeben werden. Zensur gibts nicht!









