yogis ultralaufblog 

Rad einfahren als kurze Ausfahrt

Geschrieben in Allgemein von yogi Sonntag April 5, 2009

nun so hatte ich mich zumindest von meiner Frau verabschiedet. Wie ich genau fahren würde wußte ich noch nicht. Zumindest hatte ich drei Riegel und zwei 0,75 Trinkflaschen bei und was man sonst noch alles braucht. Am ersten kleinen Berg um die Ecke direkt die Gänge testen, bergauf geht auch. Die Anbringung der Schaltung am Triavorbau perfekt. Weiter gings Richtung Baldeneysee dann den Ruhrtalradweg lang (keiner hat gemeckert, also bin ich zivilisiert gefahren). Bochum, Hattingen, kemnader See, Wetter: noch nie war ich so schnell da. Ohne wirklich Gas zu geben. Aus Respekt bin ich immer im Obergriff gefahren, also bremsbereit. Und die machen ihrem Namen alle Ehre. Ratzfatz war ich dann am Hengsteysee und hab Jens angerufen. Bis dahin hatte ich einen 29er Schnitt auf dem (vollen) Radweg! In Hagen hab ich mich dann total verfranst aber dank des Navis im Handy dann doch noch Jens gefunden. Ein leckeres Erdinger (GottseiDank!), fachsimpeln mit Jens und Julia und dann gings zurück.
Nur als Erinnerung: ein kurze Ausfahrt sollte es werden. Auf dem Rückweg wurde ich dann immer vertrauter mit dem Rad. Das Handling ist wirklich Klasse, Bremsen top, Schaltung exakt und super abgestuft (man kommt immer in die richtige Kurbeldrehzahl ohne Tempoverlust). Nervig war nur immer das Abbremsen wegen anderen Radfahrern, Fussgängern, Ampel etc. Aber ich war ja schließlich auf dem Radweg, also selbst Schuld. Das Teil ist für die Landstrasse gemacht. Die Aeroposition ist wie am Fenster liegen und rausschauen. Echt “bequem” und auch wärmer. Auf jeden Fall stellte ich auch irgendwann fest, das 2 Flaschen für die Strecke viel zu wenig ist. GottseiDank hatte ich bei Jens noch das Erdinger getrunken. Ab 160km wurds dann auch kräftemässig ruhiger, Steigungen sehr zäh. Aber das Rad lief weiter. Auch bei 180km bin ich noch 40km/h gefahren, oder besser das Rad. Aber ich wollte ja unbedingt die 200km voll machen. Also noch ein Umweg, aber dann immer nur noch Strasse, weil man hier auch jenseits der 190km immer noch mit über 30km/h rollt.

Als ich zuhause war standen 196km auf dem Tacho, da ich aber morgens noch kurz im Radladen war (+5km) hatte ichs geschafft. Und fühlte mich auch so. Ich war 3kg leichter als morgens und Durst für das Gefühl wäre die reinste Untertreibung gewesen. Aber die 3ltr. hatte ich in einer Stunde wieder aufgefühlt inkl. Bergen von Essen. Ausdauersport hat echt Vorteile!
Die reine Fahrzeit lag etwas über 7h, insgesamt war ich knapp 9h unterwegs 8-) Ganz nebenbei war die reine Fahrzeit auf 180km schneller als bei meinem 2tem Ironman und das auf dem Radweg! Da geht noch was, aber holla!

Heute morgen dann wie geplant ein langer Kauf über 37km. Aber mit wirklich ruhigem Tempo (über 7:15min/km) und Puls im Keller (Schnitt 116, eigentlich regenerativ). Schön wars und garnicht anstrengend :-)

Bilanz für diese Woche (regenerativ nach dem StrongmanRun): 70km Laufen und 351km Rad in knapp 21h Training (Ich sollte mal schwimmen gehen). Aber da geht noch mehr und wahrscheinlich werd ichs auch machen. Und auf die nächste Radeinheit freu ich mich.
Schon wieder ein super Trainingswochenende.

Zu meinem Gewicht: meine Tanita spinnt! Diese Woche war ich bei 88kg mit 74kg Muskelmasse und 12% Körperfett 13 Jahre (Stoffwechselalter) alt. Wobei mal sehen was sie nächste Woche sagt ;-)