Wo fang ich an?
Die Veranstaltung/ das Schwimmbad: klein, familiär, sehr nett. Obwohl ich keinen kannte kam ich direkt ins Gespräch, Super. Alle freiwilligen Helfer, Mitarbeiter, Vereinsmitglieder total nett. Ich hab mich total wohl gefühlt und hab nichts, absolut nichts zu meckern. Musik, eine Cafeteria und jede Stunde eine Verlosung unter den Schwimmern (Sponsorengeschenke). Ganz nebenbei geht ein Euro des Eintritts (4,50€) in die Nachwuchsförderung. Ein 25Meter-Becken und ein kleineres für die Kleinen. Gezählt wurde auf Karten (wie immer), nach Hin und Zurück werden 50Meter durchgestrichen. Auf den Karten dann 50, 100, 150, ….. 6000, auf der zweiten Karte dann bis 20.000. Wer will kann noch weitere vollschwimmen
Mein Training:kurz vor 15:00 Uhr war ich da, Parkplatz direkt vor der Tür, kein Suchen, kein Stress. Die Dame an der Kasse hat mir alles erklärt und in der Umkleide bin ich dann direkt mit einem anderen Triathleten (den Namen muss ich nochmal nachgucken) ins Gespräch gekommen. Eine lockere Atmosphäre, ein guter Start. Mein Ziel war ja einmal die dreifache Schwimmdistanz (3×3,8km) zu testen und schauen ob ich im Zeitlimit bleibe. Wenn ich dann noch Lust habe, schwimm ich weiter. Da ich aber in den letzten 2 Monaten nur 2 oder 3mal schwimmen war, kann man von Vorbereitung nicht sprechen. Zumal ich die Veranstaltung auch erst am Freitag entdeckt habe. Also einfach mal losschwimmen und Erfahrung sammeln. Selbst wenns heute nicht klappt, bis zum 3fachen im Juli ist noch Zeit. Auf jeden Fall wird mir dieser Test bei der Entscheidung eine Hilfe sein.
Die ersten Bahnen gingen recht zügig um und nach knapp einer Stunde waren schon 2,7km auf dem Zettel. Leider hatte ich mir nicht von Anfang an eine Flasche an den Beckenrand gestellt, so dass ich diese dann holte. Jede volle Stunde wurde die Bahn dann etwas voller wegen der Verlosung, danach dann wieder leerer. Das hat immer ein wenig Zeit gekostet, bringt aber die Erfahrung der vollen Bahn mit sich, was nicht schaden kann. Ich hab recht schnell meinen Rhytmus gefunden und war dann nach ca. 1:40h hinter den ersten 3,8km, das Ganze recht ruhig. Nach etwas über 3h war dann auch die erste Karte voll, vorher hatte ich mir schon die zweite geholt. Jenseits der 5km war ich schon auf meiner längsten Schwimmstrecke unterwegs. Zwischendurch immer wieder trinken und weiter schwimmen. Die 7,6km passierte ich nach ca. 3,5h (4h ist das Limit für den 2fachen) also locker innerhalb des Limits. Jetzt nur noch 3,8km. Hört sich verrückt an, aber man denkt so. 2/3 sind ja schliesslich schon weg. Dann 8, 9, 10km. Wow! Eigentlich hatte ich mir alle Zeiten gemerkt, aber irgendwie sind heute alle weg. Die Zwischenzeiten sind ja auch nicht so wichtig. Das Tempo auf der dritten Distanz war etwas ruhiger, ich wußte ja auch das es passen würde.
Zwischendurch hat man verrückte Gedanken. Kennt ihr das Geräusch des Wasser wenn man vor einer Waschmaschine sitzt. Dieses gleichmässige monotone Plätschern? Dazu noch das Blubbern des Ausatmens und schon weiß man was ich ein paar Stunden lang gehört habe.
Auf dem letzten KM hab ich dann nur noch runter gezählt, 950, 900, 850 … und mich dabei zweimal verzählt, so dass ich anstatt 11,4km 11,5km geschwommen bin und das unter 5:25h (6h ist das Limit für den 3fachen). Aber ganz ehrlich danach hatte ich keine Lust mehr und hab Feierabend gemacht. Hätte ich mir die 5fache Distanz als Ziel im Kopf vorgenommen, dann wäre diese auch konditionell drin gewesen. Dann hätte ich aber auch mehr getrunken (so nur 2×0,7l mit Malto). Das hat aber gut gerreicht. Tempomäßig hätte ich im Wettkampf schneller schwimmen können, aber ich hab ja noch Zeit und bin jetzt ja eigentlich noch garnicht trainiert. Aber für den Kopf ist das schon mal eine wertvolle Erfahrung. Das Einzige was die Euphorie gebremst hat war der Gedanke, das nach diesem Schwimmen ja dann die 540 Radkilometer folgen. Und dann der dreifache Marathon, den kenn ich ja schon. 540km mit dem Rad noch nicht.
Heute morgen war ich dann laufen. Die fehlenden Körner waren schon zu spüren, der Schnitt bei ruhigen 6:50 und der Puls bei 122. Das Ganze auf 20km. Obwohl gegen Ende das Tempo wieder Richtung 6:00 ging, da waren die Beine auch warm. Nach etwas über 13h Training bin ich mit dieser Woche absolut zufrieden und um eine wertvolle Erfahrung (und die hat nicht weh getan) reicher.