Ist eigentlich der Titel das Wichtigste, oder geht es um die Bewältigung der Distanz? Ist man auch ein Ironman wenn man eine Langdistanz außerhalb dieser Serie mit diesem Namen finished?
Muß ich unbedingt in New York, Berlin, London oder sonst wo einen Marathon finischen? Ist ein Finish in Bertlich weniger wert (und vor allem günstiger!)?
Es ist sicherlich einfacher bei einem großem Stadtmarathon seinen Ersten zu laufen. Die vielen Zuschauer tragen einen ins Ziel, können einen unerfahrenen Läufer aber auch zu sehr puschen. Das Erlebnis ist sicherlich größer. Aber hat jemand der bei einer kleinen Veranstaltung ohne viel Zuschauer, ohne viele weitere Mitläufer und ohne Brems- und Zugläufer auf einer einsamen Stecke seinen Ersten läuft nicht viel mehr geleistet? Mental ist dieser Läufer sicherlich viel mehr gewachsen, wobei er/sie vorher schon über eine große Eigenmotivation verfügte.
Wie verändert man sich nach dem ersten Marathon/Ironman? Das ist wohl bei jedem anders. Bei den meisten steigt das Selbstbewußtsein, nach dem ersten 100er gibts noch mal einen Schub.
Ich brauch mittlerweile schon extreme Läufe für den richtigen Kick. Ein Marathon ist schon Standard und schreckt einen nicht mehr so sehr ab. Selbst bei 100er bin ich recht gelassen, das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum ich immer wieder neue und längere Stecken suche. Doch eine Sucht? Wie weit muß ich gehen um die Grenze zu finden? Mental gesehen kann ich mir zur Zeit keine Grenze vorstellen. Diese Erfahrung werd ich wahrscheinlich noch machen müssen. Ein gewisses Grundtempo kann ich immer laufen. Wie weit ich dann komme hängt hauptsächlich von der Versorgung ab (pure Theorie). Nächtes Jahr sollte ich sicherlich mal einen richtigen 24er laufen, um in die Nähe der Grenze zu kommen. Mal sehen ob meine Aussagen dann immer noch Bestand haben. Die ändern sich nämlich mit der Zeit und der Erfahrung.
Beispiel aus November 2003: Laufen ist nicht meine Disziplin.